Rezension

Das Happiness Projekt

Was der Klappentext sagt…

Jedes zweite Buch verspricht Glück – dieses hält Wort!

Dieses Buch ist so einfach wie einleuchtend. Für jeden Monat im Jahr nimmt sich Gretchen Rubin einen anderen Lebensbereich vor: von der eigenen Gesundheit bis zur Familie, von Freundschaft und Liebe bis hin zu Geld und Beruf. Rubin liefert originelle Impulse, mit denen Sie Ihr Leben Tag für Tag ein bisschen besser machen können. Ohne Null-Diät, ohne hau ruck! Praxiserprobte Tipps statt Hokuspokus. Happiness ist machbar – hier ist die praktische Anleitung dazu!

…und wie ich es fand.

Am Anfang hat es mir total gut gefallen und ich war hoch motiviert mein eigenes Happiness-Projekt umzusetzen. Also habe ich mir natürlich jede Menge motivierender Stellen markiert. Doch mit dem Lauf des Buches wurden es immer und immer weniger. Bis ich schließlich an einem Kapitel ankam, das dem ganzen den Rest gegeben hat. Ich fühlte mich, als würde sie versuchen mich zu bekehren und dann fing sie auch noch von der heiligen Therese an. Ich hatte das Gefühl in einer Biografie zu stecken, über eine Person die mich nicht interessiert, und nicht mehr in einem… nennen wir es Selbsthilfe-Buch zu lesen. Das hat mich SO demotiviert, dass ich das Buch einfach schnell beenden wollte. Zudem kommen noch die zahlreichen Auszüge ihrer Blogleser, bei denen man auch das Gefühl bekommt, dass sie mehr “rezitiert”, als selbst zu dem Thema zu schreiben. Solltest du darauf hoffen, mit diesem Buch, eine Art Anleitung zu finden, hast du dich geirrt. Wie sie selbst sagt, muss jeder selbst rausfinden wie sein Happiness-Projekt aussehen soll. Es ist eigentlich eher eine Erzählung dessen, was sie über sich heraus gefunden hat. Der Schreibstil an sich hat mir schon gefallen, aber vermutlich werde ich mir kein Buch mehr von Gretchen Rubin kaufen, vor allem nicht wenn es sich um dieses Genre handelt.

Meine liebste Stelle:

[…] nachdem ich mein Happiness-Projekt beschrieben hatte, sagte er höflich, er selbst habe sich der Ansicht von John Stuart Mill verschrieben – und er zitierte die entsprechende Zeile von Mill, was mich wirklich beeindruckte: »Frag dich, ob du glücklich bist, und du hörst auf, es zu sein.«
– S. 295, Z. 10ff, Fischer Taschenbuch – 4. Auflage © März 2015

Gesamte Sternchen: 0,5 ~

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