Rezension

Ein ganzes halbes Jahr

Was der Klappentext sagt…

Lou & Will

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Frau und ein Mann.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

…und wie ich es fand.

Ein wundervolles Buch, welches ich LANGE Zeit ignoriert habe. Erst durch den Kinotrailer wurde ich wirklich neugierig, denn vorher geriet ich in diese “Hype-Phase” und im Normalfall wende ich mich dann von dem entsprechenden Thema/Buch ab. In den meisten Fällen fahre ich ganz gut mit dieser Taktik, aber bei diesem Buch bereue ich es sehr. Nachdem ich also diesen Trailer gesehen hatte, marschierte ich mit meiner Freundin in den Buchladen und kaufte mir ein Exemplar. Dieses Buch ist wundervoll geschrieben und ich war sofort in einer anderen Welt. Gut… es ist die gleiche Welt wie unsere, aber du weißt schon was ich damit meine. Obwohl Louisa wirklich etwas durchgeknallt zu sein scheint, ist sie unglaublich authentisch und ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen. Eigentlich konnte ich so ziemlich jeden Charakter gut nachempfinden, selbst Will, seine Mutter und seine Exfreunde. Klingt seltsam, aber es ist wirklich so. Sie haben alle ihre Gründe warum sie handeln, wie sie handeln. Bei seiner Mutter hat es allerdings um einiges länger gedauert. Die Geschichte der beiden ist so schön wie tragisch und obwohl man ganz sicher weiß wie es enden wird, hat man immer noch eine leise Hoffnung, dass es doch noch anders kommen könnte. Ich habe geweint, gelacht und gestaunt. Nach diesem Buch brauchte ich tatsächlich erst einmal ein bisschen Abstand, weil es doch sehr zum Nachdenken anregt. Auf jeden Fall sehr lesenswert! ♥

Meine liebste Stelle:

Was normale Leute anging – die Camilla Traynor vermutlich die ‹Arbeiterklasse› nennen würde -, hatte ich einige Erfahrungen gemacht, was Will betraf. Die meisten starrten ihn an. Einige lächelten mitleidig, zeigten Mitgefühl oder fragten mich mit einer Art Bühnenflüstern, was passiert war. Oft hätte ich am liebsten gesagt: «Kleine Meinungsverschiedenheit mit dem Secret Service», nur um ihre Reaktion zu sehen, aber ich sagte es nie.
– S. 232, Z. 25ff, Rowohlt Taschenbuch © 2. Auflage, Dezember 2015

Gesamte Sternchen: 4,5 ~

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