Monthly Goal

Der Beginn & das Ziel für August

In letzter Zeit fehlt es mir sehr, ein monatliches Ziel zu haben, auf das ich hin arbeiten kann. Da ich mich aber nicht wieder mit übervollen Listen – wie zum Kehraus– oder Sparkle & Shine-Projekt – überfordern will, habe ich entschieden mich jeden Monat auf ein Ziel zu konzentrieren.

Wie kam es dazu?

Wenn es ums Aufräumen geht bin ich eher eine Art Chaoshummel. Ich nehme mir vor, mich intensiv um einen Raum zu kümmern und finde dann irgend etwas was nicht in diesen Raum gehört und trage ihn dann dort hin. Dort angekommen finde ich irgend etwas anderes, was ich ja gleich auf dem Weg mitnehmen könnte, um es gleich zu verräumen und so geht das immer weiter. So lange bis der Tag sich dem Abend neigt und ich fix und fertig bin, aber das Gefühl habe nichts geschafft zu haben.

Doch wie räumt man richtig auf?

Ich begann also mich einzulesen in Themen wie “richtig aufräumen”, “wie man einen Haushalt führt” und natürlich auch in die KonMari-Methode. Ich probierte alles aus. Die Korbmethode bei der man alles was nicht in den Raum gehört in einem Korb sammelt und erst, wenn man fertig ist (oder der Korb voll) anfängt es zu verräumen. Und zwar wirklich direkt, nicht auf den nächsten Tag verschieben. Das hat zumindest schon mal meine Hummeligkeit überlistet, aber so richtig funktioniert hat das mit dem Aufräumen dennoch nicht. So kam ich dann irgendwann zur Thematik des Ausmistens und Marie Kondo hat da ein ganz wundervollen Keimling in mein Hirn gesetzt.

Wenn alles seinen Platz hat, ist es viel einfacher aufzuräumen.

Doch wie finde ich für all meine Dinge einen festen Platz? Und im Laufe des Buches von KonMari fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich musste ausmisten. Schließlich hatte ich so viel unnützen Krempel der ungenutzt in irgendwelchen Schränken lag. Projekte die ich irgendwann einmal anfangen wollte. Doch sind wir mal ehrlich… hätten mich diese Dinge wirklich interessiert, hätte ich es schon längst ausprobiert. Es gibt natürlich auch Dinge, von denen ich weiß, dass ich sie gerne mache, aber mich die Arbeit (vor allem Auf- und Abbau) scheut. Neben der Einsicht, dass jedes Objekt seinen Platz braucht, brachte mich Marie Kondo auch darauf zu hinterfragen ob mir etwas tatsächlich gefällt oder besser gesagt mir Freude bereitet. Oder wenn man umgekehrt schlussfolgern will: ob es mich belastet, wenn ich dieses Objekt weiter behalte.

Es passte dennoch nicht zu mir

Ich fing vor gut einem halben Jahr im Schlafzimmer an und ging über zu den Büchern. Wie es Marie Kondo eben empfohlen hat. Doch genau in dieser Vorgehensweise fand ich keine Befriedigung. So hatte ich zwar in jedem Raum irgendwas ausgemistet, aber alles in allem war es dennoch chaotisch. Also entschloss ich mich dazu noch einmal von vorne anzufangen und es Raum für Raum anzugehen. Ich werde auf mein Bauchgefühl hören und alles was mir an anderen Methoden besonders gefallen oder geholfen hat zusammen mischen und zu meiner eigenen Methode mixen. So werde ich den Korb für Dinge nutzen, die nicht in den aktuellen Raum gehören, eine Mülltüte für den Müll (Capt Obvious), einen Karton für Dinge die man noch über den Flohmarkt verscherbeln kann und die Frage auf den Lippen “Brauche/Mag ich das oder belastet es mich?”

Ziel für den August

Mit dieser Motivation möchte ich in den Monat August starten und im Bad anfangen. Ursprünglich wollte ich eigentlich in einem anderen Raum anfangen, da aber vor kurzem unser Spiegelschrank aufgegeben hat und nach unten krachte, habe ich mir nun das Bad auf der Prioritätenliste nach oben geschoben. Ich habe mir die Aufgabe “Bad ausmisten” in erreichbare Kleinziele aufgeteilt. So sieht nun also der Plan aus:

  1. Spiegelschrank säubern und wieder aufhängen
  2. Aus-/Abräumen, ausmisten und ordentlich wieder einräumen:
    • Spiegelschrank
    • Molger-Regal
    • Badunterschränke
    • Rollcontainer
    • Badewannenablage
    • Duschablage
    • Heizungsablage
  3. Ausgemistetes entsorgen/verscherbeln (je nachdem was es ist)

Auf in’s Gefecht!

Ende des Monats werde ich dann berichten wie es gelaufen ist und was mein nächstes Ziel ist. Ich bin motiviert und sehr zuversichtlich, dass ich mein Ziel erreiche.

9 thoughts on “Der Beginn & das Ziel für August

  1. Ich kann dir sagen, bei mir hat sich in den letzten Monaten auch so viel Mist angesammelt, dass ich mich schon fast geschämt habe, wenn wir besuch hatten D:
    In meinem Urlaub habe ich aber dann ein paar “Krisenecken” beseitigen können… ich finde es aber schon fast ein bisschen schlimm, urlaub zu brauchen um ausmisten zu können :”D
    Ich suche also auch noch nach der richtigen “Mistmethode” für mich!

    1. Das fast kannst du bei mir streichen. Wenn wir Besuch kriegen, dann auf keinen Fall unangekündigt und dann wird erst mal die ganze Bude auf Vordermann gebracht. Weil ich aber nicht jedes Mal so einen enormen Aufwand betreiben will, versuche ich jetzt Mittel und Wege wie ich uns das ganze Prozedere einfacher machen kann. Ein Punkt davon ist Ausmisten. Wenn man weniger Sachen besitzt, muss man am Ende auch weniger aufräumen. Das ist zumindest der Grundgedanke. *haha*

      JA! Urlaub für’s Ausmisten ist auch so eine Sache, aber während der Arbeit – egal ob Voll- oder Teilzeit – ist es irgendwie nicht ganz so einfach. Man ist oft erledigt oder hat allein schon mit den normalen täglichen Aufgaben zu kämpfen. -.-”

      Ich drücke ganz fest den Daumen, dass du bald DIE Methode für dich findest. Wir schaffen das schon! 😀

  2. Das find ich richtig cool und schön strukturiert!
    Ich kenn das Gefühl total, wenn man irgendwie den Kram liegenlässt und dann nicht wegräumt. Ich muss nach dem Urlaub dann auch endlich (wieder) Motivation finden und aufräumen!

    Liebe Grüße!

    1. Vielen lieben Dank für das Lob. Freut mich sehr zu hören, dass der Aufbau des Post dir gefallen hat. 🙂

      Es ist total nervig. Und dieser unaufgeräumten Dinge vermehren sich so RASEND SCHNELL! Schlimm. Ich hoffe du hast nach deinem Urlaub die Motivation. Ich drücke dir jedenfalls den Daumen. 😉

  3. Just diese Woche habe ich auch mal wieder den Spiegelschrank ausgeräumt und saubergemacht. Obwohl der eigentlich eh relativ ordentlich ist, ist mir dann mal wieder aufgefallen, was sich da alles ansammelt. Und wie schnell das alles Staub fängt… hach…
    Na ja, jetzt herrscht erst mal wieder Ordnung! Ein schönes Gefühl, wenn man morgens den Schrank aufmacht. 😉

    1. Ich bin gespannt wie sich das bei mir entwickelt. Den großen Karton in dem alles versammelt ist muss ich noch ausmisten. Der Spiegelschrank selbst hängt immerhin schon wieder und die restlichen Sachen muss ich auch noch angehen. Hach ja… irgendwie bin ich gerade mal wieder ein bisschen ein Drückeberger. ^^”

  4. wow, ich find das grad mega spannend, dass es literatur und alles zu diesem thema gibt, darüber hab ich ehrlicherweise noch gar nicht nachgedacht. ich habe definitiv viel zuviel zeug für meine kleine wohnung, aber dennoch hat alles, das ich besitze, einen platz, daher finde ich es in der theorie gar nicht schwer, aufzuräumen. obwohl ich es auch in der praxis nicht so schwer finde. mein jungfrau-aszendent hilft mir da vermutlich einfach 😉 bei uns türmen sich die sachen meist eine zeitlang, bis es einem von uns reicht und der beginnt, die dinge wieder an ihren ort zu tragen und steckt den anderen damit dann meistens an 😀

    hallo meine liebe! genau so ist es. und ich bin auch ehrlich froh darüber, denn irgendwie ist es schon besser zu wissen, worauf man sich einlässt, was man bekommt und wie man im alltag harmoniert. das risiko, dass das nicht passt, ist ja doch gar nicht so klein, es gibt soviele mögliche punkte, an denen man scheitern kann, da ist es gut, zumindest den alltag mal als faktor auszuschalten.

    also ja. irgendwie hat sich das zufällig so entwickelt, ursprünglich war das gar nicht so geplant. aber dann fand ich die idee einfach schön, den “offiziellen” teil wirklich in GANZ kleiner runde und nur mit den allerclosest ones zu feiern und die größere feier dann einfach eben mehr als feier zu gestalten.

    ohje! ich habe ja meine weißen chucks seither nur einmal getragen und werde sie bis oktober erstmal noch schonen, weil sie dort dann ebenfalls als zweitschuhe herhalten sollen 🙂

    1. Bei uns hat leider kaum etwas seinen eigenen Platz und wird dann von einem Eck zum nächsten geschoben. Aber wir sind auf dem Weg der Besserung und ich denke das wird super, wenn wir erst mal fertig sind. 🙂 Ich freue mich da schon sehr drauf. 😀 Es gibt Unmengen an Literatur zu diesem Thema. Auch wie man den Haushalt schmeißt und so weiter. Das kann im schlimmsten Fall auch ziemlich uferlos werden. Am wichtigsten ist denke ich, dass man seinen Weg findet und ihn dann beibehält. Und langsam habe ich sogar das Gefühl einen Weg gefunden zu haben. Jetzt erst mal abwarten, weiter machen und sehen wohin es führt.

      Da bin ich absolut deiner Meinung. Auch, dass es mal Phasen gibt in denen man eher “nebeneinander” her lebt, sich dennoch liebt und gut miteinander auskommt. All diese Dinge haben mir gezeigt, dass er der Richtige ist und ich hätte auch keinen anderen haben wollen. ♥

      Ich bin schon sehr gespannt wie die große Feier bei euch dann abläuft. Ich drück euch ganz fest den Daumen und wünsch euch jetzt schon mal eine Menge Spaß! 😀

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